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Inklusion & Krav Maga

Selbstverteidigung in der Rehabilitation
                                                                                      kurz

MIXED-HANDICAP-SELF-DEFENSE (MHSD)
Geht das?

JA..

denn es wird Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und körperlich/geistige Fitness vermittelt.
Dies ist ein besonders   wichtiger Bestandteil des Rehabilitationssports!

MIXED-HANDICAP-SELF-DEFENSE      (MHSD)


Diese Sportart soll dem Trainierenden nicht allein den Körper schulen. Es ist sicher so, dass durch das kontinuierliche Training eine Verbesserung derallgemeinen Kondition und starke Verbesserung der motorischen Fähigkeiten erreicht wird.

MHSD bietet aber dem gehandicapten Sportler viel mehr. Es stärkt sein Selbstbewusstsein. Regt ihn an, sich aus seiner ihn oft fesselnden, häuslichen Situation zu befreien. Auch können deutliche Fortschritte in der Selbstbehauptung erkannt werden. Der Gehandicapte kommt mit seiner eigenen Lebenssituation besser zurecht und kann dadurch auch den immer wiederkehrenden Problemen des Alltags besser begegnen.

Das Erreichen des psychosomatischen Gleichgewichts ist sicher das Hauptziel des ständigen Trainings. Dieses Training soll eben nicht durch eine Abfolge immer wiederkehrender Übungen erreicht werden. Es soll ein lebendiges, an den Handicaps der Trainingsgruppe ausgerichtetes Üben sein, dass zwar in der Gruppe ausgeübt wird, aber ganz individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Sportlers ausgerichtet ist.

Wer so MIXED-HANDICAP-SELF-DEFENSE (MHSD) versteht, weiß um dessen Wert für den gehandicapten Menschen.

NEU! Selbstverteidigung für Rollstuhlfahrer, ob im Einzel – oder im Teamtraining – sprechen oder rufen Sie uns an. Telefon: 09721 – 60 31 8 Herr Müller

Selbstverteidigung für ältere Mitbürger & Menschen mit Behinderung

Immer wieder wird sie gestellt, die Frage: Können Menschen mit Behinderungen bzw. ältere Kampfsport betreiben oder eine traditionelle Kampfkunst erlernen?

Die Antwort ist ganz einfach: Ja, natürlich können sie!

Fast jeder wurde schon in seinem Leben auf eine blöde Art und Weise angemacht, belästigt oder angequatscht, dies gilt auch für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Dieser Moment völliger Hilflosigkeit bleibt bei vielen in Erinnerung, deshalb ist es so wichtig, eine solche mögliche Gefahrensituation frühzeitig zu erkennen, um darauf erfolgreich reagieren zu können. Wir schreiben nicht nur über diese Tatsachen, wir leben sie auch und vor allem wir sind ständig bemüht diese an interessierte Teilnehmer weiterzugeben.

Oftmals ist es nur eine falsche Erziehung, oder aber man meint die Gesellschaft würde negativ auf eine Behinderung reagieren, dass sich Menschen mit Behinderung minderwertig fühlen und dies wirkt sich dann mehr oder weniger auf das Selbstbewusstsein aus. Das ist damit sogleich auch der erste Schritt in die falsche Richtung, um einen etwaigen Angreifer mit Entschlossenheit zu begegnen. Trainiert und arbeitet man mit diesen Menschen, so werden sie einem etwaigen Angriff mit Entschlossenheit und Sicherheit entgegentreten, etwas was ein potenzieller Angreifer von einem Menschen mit Behinderung oder aber von älteren Menschen, nicht erwartet. Vielmehr erwartet der Angreifer, Passivität oder zumindest Fluchtversuch. Das, dass scheinbare wehrlose Opfer nach vorne geht, oder sogar in der Auseinandersetzung seinerseits mal den Angriff wählt, dass kommt im Kopf des Angreifers so gut wie nie vor.

Und hier setzen wir an. Jede Verteidigungstechnik hat sich am Grad der Behinderung oder des Alters auszurichten. Was für einen sogenannten gesunden jungen Menschen ausführbar ist, kann im Falle einer Behinderung, sich sehr schnell als nicht effektiv und ausführbar zeigen. Aber es gibt im Kampfsport einen riesigen Fundus an Techniken, die sich durchaus für Menschen mit Behinderung oder älteren Menschen hervorragend eignen, wir ersetzen hier Techniken, die wegen eines Handicaps nicht möglich sind, durch andere wirkungsvolle Techniken. Wichtig hierbei ist nur, diese Techniken auch einmal auszuprobieren, um die Wirkungsweise zu testen, festzustellen, welche Auswirkungen diese auf das Gegenüber haben.

Daher raten wir zum Besuch eines Selbstverteidigungskurses, dessen Ausrichtung speziell auf Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen ausgerichtet ist. Und weiterhin ist es wichtig, dies mehr als einmal zu tun. Unsere Lehrer sind speziell auf diesem Gebiet geschult und haben große Erfahrung in diesem speziellen Bereich.

Einige Spezialtechniken aus diesem Bereich sind unter anderem:

  • wird ein Hilfsmittel mitgeführt, kann dies noch so harmlos aussehen – meist lässt sich daraus eine prima ‚Waffe‘ bilden.
  • Das Mitführen eines – zumindest gefährlich aussehenden – Hundes wirkt oftmals schon abschreckend.
  • Gehilfen können hervorragende Schlagwerkzeuge abgeben.
  • Von einem Rollstuhl angefahren zu werden, kein Angreifer schätzt das – keiner rechnet damit.

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  • als Rollstuhlfahrer versuchen, einen von vorn kommendem Angreifer zu sich herunterzuziehen – Griff in die Haare, an die Ohren, zum Hals, um dann wirksam Schläge ins Gesicht anbringen zu können. Umklammerung durch Fingerumbiegen, Kratzen und Beißen lösen. Entschlossen gegen gut erreichbare Ziele vorgehen.
  • wieder erlernte aufrechte Haltung bei älteren Menschen, signalisieren dem Gegenüber, hier habe ich kein leichtes Opfer.
  • Ersetzen der Fußtechniken in Fausttechniken im Bereich
  • Wichtig und was bei jedem Training aufs Neue vermittelt wird ist, durch das richtige Auftreten kann jeder eine Gefahrensituation herbeiführen oder aber vermeiden. Demzufolge ist die Lebenslage von der Lagebeurteilung und der daraus resultierenden Handlungsmöglichkeiten abhängig. Hierbei sollte man wissen, dass die eigene Reaktion das Verhalten des Gegenübers bestimmt. Demzufolge sollte man möglichst viele Situationen kennen und über ein sicheres Verhaltensrepertoire verfügen. Wir vermitteln, die klassische Opferrolle abzulegen und nicht mehr das Gefühl in sich aufzubauen ausgeliefert zu sein. Für uns ist Konfliktvermeidung, dass bewusste Einsetzen und Leben von Anti – Opfer – Signalen.

Dazu zählen wir:

  • ein selbstbewusstes Auftreten mit einem bestimmten Tonfall in Ihrer Stimme
  • den richtigen Gang
  • die Hände aus der Tasche nehmen
  • die Körperhaltung
  • der Blick
  • ein NEIN – Sagen können – wir wieder erlernen – ohne Schuldgefühle

Nicht Stil oder Technik stehen im Mittelpunkt sondern der Mensch mit seinen Fähigkeiten.

Einer der Pioniere bei uns im Bereich Selbstverteidigung für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung in Deutschland war Horst Kohl. Selbst körperbehindert, unterrichtet er seit 1994 behinderte Menschen und ältere Mitbürger in Selbstverteidigung, darunter auch sehr viele Rollstuhlfahrer, denen er immer mit Rat und Tat zur Seite steht und ihnen vermittelt, wie man angstfreier leben kann.

Schlussbemerkung:

Kennen Sie Menschen mit Behinderung bzw. ältere Menschen, die Ihrer Meinung nach für diesen Bericht infrage kommen? Zeigen Sie ihnen doch einmal diesen Artikel und evtl. bringen sie diese damit ein Stück näher an ihr Ziel und oder verhelfen zu einem Stück mehr Sicherheit.